Reunion del Trabajo im Hogar

Nun ist es uns endlich auch gelungen unser letztes Projekt im Hogar durchzuführen: eine weitere Reunion mit basteln, singen und backen mit anschließendem Konzert. Diesen Samstag haben wir endlich einen Zeitpunkt gefunden, wo sowohl wir als auch die Mädels Zeit hatten und das ganze war echt ein voller Erfolg!

Aufgeteilt in 3 Gruppen durchliefen die Mädchen 3 Stationen.

Das Basteln von Schmetterlingen.

Das Singen des deutschen Kinderlieds „Kuckuck, Kuckuck, ruft´s aus dem Wald“.

Und das Backen von Plätzchen.

Am Ende gab es noch ein kleines Flöten und Klavierkonzert bis wir dann den Abend mit Soda, Tanzen, Keksen und gaaanz vielen Fotos auslaufen ließen.

Ein echt schöner, aber auch anstrengender Tag.

Estacion Argentina-Ferien

Die letzten beiden Wochen waren die Winterferien in Bolivien. Der Winter selbst wollte Temperaturtechnisch, aber glücklicherweise noch nicht kommen. Statt einer regnerischen und feuchten Kälte, die uns von allen vorhergesagt wurde, haben wir jeden Tag um die 30 Grad und Sonnenschein. Also super angenehm.

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In der Ferienzeit fingen zusätzlich zu den ganzen Projekten im Hogar auch die Vacaciones Utiles und damit meine Malkurse in der Estacion wieder an. Zweimal die Woche und mit kleineren Kindern als gedacht. Anders als in den Winterferien, wo mein Kurs von 8-12 Jahren war, war er diese Ferien von 7-9 Jahren. Was den Vorteil hatte, dass die Gruppe deutlich kleiner war und ich mich allein um alles kümmern konnte. Dieses Mal hatte ich beschlossen, nach einer Einführungsstunde, drei Stunden verschiedenen Künstlern zu widmen.

Die erste Stunde verbrachten wir damit Vögel zu zeichnen und auszumalen, auch um mir einen Eindruck über das Können der Kinder zu verschaffen.

Die zweite Stunde war dann ganz Gustav Klimt gewidmet. Ich zeigte den Kindern Bilder vom Lebensbaum und sie sollten die gesehenen Elemente umsetzten. Wir beendeten die Stunde mit einem lustigen „Dibujar sin mirar“, wo die Kinder ihr gegenüber zeichnen sollten ohne auf ihr Blatt zu schauen.

In der dritten Stunde ging es dann um Kandinski und wir machten das gleiche wie in der Vorstunde. Schauten uns seine Bilder an und ließen uns davon inspirieren. Die besonders schnellen malten dann noch mit den Fingern.

Und dann kam heute auch schon die letzte Stunde, in der wir uns dann Picasso und seinen Frauenbildern widmeten. Hier hatten wir den Vorteil, dass am Schluss schon viele Kinder nicht mehr kommen konnten und es in einer kleinen Gruppe leichter war das etwas kompliziertere Vorgehen zu beschreiben.

Da es nicht wie in den Sommerferien eine anschließende Ausstellung geben würde, war dies auch schon der Moment, wo wir alle unsere Bilder auslegten und die Kinder diese auch nach Hause nehmen durften.

Es war echt nochmal schön einen Abschluss dieser Art in der Estacion zu haben, da ich dort ja vor Weihnachten echt viel gearbeitet habe und es somit auch ein großer Teil meines Jahrs hier war.

Die große Streichaktion im Hogar

Seit Anfang meines Jahren hier in Bolivien hatte ich vor den Musikraum, in dem ich meine Flötenstunden gebe, zu streichen. Und jetzt während der Winterferien habe ich es endlich zusammen mit Laura geschafft. Es war deutlich mehr Arbeit als erwartet, aber zusammen mit den Mädchen haben wir einen echt schönen Raum geschaffen.

Der erste Tag: Alles wird grün! Also grüner…

2.-4. Tag: Bilder und Ausbesserungen

Auch vielen Dank an Cornelia, die mit ihrer Spende die ganze Aktion erst möglich gemacht hat.

 

4 Länder, 8 Stempel, 12 Tage

Vor 2 Wochen ging meine wilde Odyssee durch Bolivien, Paraguay, Brasilien und Argentinien los, als ich Naiara, eine meiner ältesten Freundinnen vom Flughafen abholte. Sie stattete mir nun einen Rückbesuch ab, nachdem ich sie bereits zu Silvester besucht hatte. Und wir hatten viele Pläne. Leider haben wir jedoch die bolivianische Protestkultur der sogenannten Bloqueos, also Straßensperrungen nicht bedacht. Diese sind in Bolivien ein großes Problem, wenn man Reisen will, weil es meistens nur eine Straße zum Ziel gibt.

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Als ich also unsere Tickets zu unserem ersten Stopp Tarija buchen wollte, hieß es die ganze Stadt sei blockiert, aber es könnte sich am nächsten Tag auflösen. Nachdem wir jedoch erfuhren, dass auch bei Tupiza und der Grenzstadt Villazon Bloqueos herrschten entschieden wir uns die Tour anders rum zu beginnen und machten uns zuerst auf den Weg zu den bekannten Iguazu Wasserfällen, einer Strecke über die wir bereits Horrorgeschichten gehört hatten, da sie mitten durch Paraguay führte und die Busse schrecklich sein sollten. An sich war alles jedoch nicht so schlimm, jedoch brauchten wir anstelle von 24 Stunden 36 Stunden, da wir die Nacht im Bloqueo verbrachten. Der allerdings zu unserem Glück am Morgen für 2 Stunden suspendiert wurde und wir so weiter fahren konnten. In Paraguay wurde uns dann richtig bewusst wie privilegiert wir Deutschen sind, während der Zoll alles Gepäck untersuchte, machten sie mit uns nur Smalltalk und meinte wir sollten unser Gepäck zum Bus bringen und das auch nur, weil wir einen deutschen Pass haben.

Nach der langen Reise auf der ich eigentlich ganz gut schlafen konnte und sehr froh über meinen Schlafsack war, da es nachts sehr kalt wurde, organisierte uns ein Mitreisender zugleich unsere Weiterfahrt nach Foz do Iguazu in Brasilien. Die Stadt erreichten wir auch nach einiger Zeit, mussten jedoch beim Grenzübergang ewig nach der Migracion suchen, da diese nicht ausgeschrieben war. Schließlich kamen wir dann endlich in unserem Hostel an, wo wir uns nach einer langersehnten Dusche, ein leckeres Abendessen mit Salami und Brie, Dinge die ich seit Ewigkeiten nicht mehr gegessen hatte, gönnten und mit Vorfreude auf den nächsten Tag ins Bett gingen.

Nach einem sehr leckeren uns ausführlichen Frühstück machten wir uns auf den Weg zu den Wasserfällen. Diese waren so beeindruckend, dass weder Worte noch Bilder dem irgendwie gerecht werden können. Da machten auch die Massen an Turis nichts aus. Wir hatten auch, obwohl wir in der Nebensaison, die sonst wegen Regen etwas verschrien ist, extrem Glück mit dem zwar etwas kühlen, aber sonnigen Wetter. Und so beobachten wir die gigantischen Wassermengen, die mit so einer Gewalt von den unzähligen Wasserfällen zu Boden stürzten.

Immer noch begeistert von den Eindrücken des Tages, machten wir uns auch schon auf den Weg in das benachbarte Puerto in Argentinien. Angekommen im Hostel gingen wir auch zugleich schon zum 3-Länder-Eck wo wir die in Dunkelheit getauchten Flüsse sehen konnten, die Paraguay, Brasilien und Argentinien trennte.

Am nächsten Tag machten wir uns früh morgens auf den Weg zu der etwas teureren Argentinischen Seite der Wasserfälle. Da wir relativ früh da waren hatten wir das Glück einen Teil dieser Erfahrung nicht mit zu vielen Touristen teilen zu müssen, sondern waren sehr unter uns. Anders als auf der brasilianischen Seite, wo man die Wasserfälle im Panoramablick sieht, waren wir nun mittendrin, auch eine tolle Erfahrung. Ich kann jedoch nicht sagen, welche Seite ich besser fand, da mich beide extrem beeindruckt haben. Jedoch mussten wir leider wegen des kalten Wetters auf die Bootsfahrt verzichten, von der mir schon andere Freiwillige vorgeschwärmt hatten.

Voller Eindrücke machten wir uns am nächsten Tag auf den Weg nach Salta, eine sehr komfortable Busreise, denn die Argentinischen Busse, sind zwar viel teurer, aber auch luxuriöser als die Bolivianischen. Als wir dann nach etwa Stunden in Salta ankamen, trafen wir dort auf zwei Schweizerinnen mit denen wir von dort aus weiterreisten. Nach einem schönen und entspannten Tag in Salta, welches mir echt als Stadt richtig gut gefiel und ein ähnliches Flair hatte wie so manche italienische Stadt, ging es am nächsten Tag nach Purmamarca.

Zu viert genossen wir den Ausblick auf den Cerro de los Siete Colores (den siebenfarbigen Berg) und brachen dann zum Abend auf nach Humahuaca, einem anderen Dorf im Argentinischen Norden.

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Hier konnten wir am Tag darauf einen Berg mit 14 Farben in Hornocal bewundern. Unser Fahrer fuhr uns dann noch etwa weiter auf eine abgelegenere Aussichtsplattform, wo wir zu 4 diesen Berg, dem kein Foto gerecht wird, bestaunen konnten. Den Rest des Tages verbrachten wir im Dorf und mit Spielen und einer Flasche Wein am Abend.

Aufgrund der Unsicherheit mit den Bloqueos beschlossen Naiara und ich Tupiza ausfallen zu lassen und machten uns so am nächsten Tag auf nach Tarija. In Tarija genossen wir einen ersten ruhigen Sonntag und machten dann am nächsten Tag eine Weintour. Am Abend des Tages war unsere Reise durch die 4 Länder auch schon fast zu Ende als wir uns in einem etwas klapprigen Bus zurück auf den Weg nach Santa Cruz machten.

Nach dieser Reise haben wir jedes Gefühl von Zeit verloren und sehr viel Zeit in Bussen verbracht, aber es war alles davon wert. Denn die Orte, die wir besucht haben, waren einfach besonders und beeindruckend. Ich bin immer noch dabei die ganzen Eindrücke zu verarbeiten. Aber jetzt genießen wir erst mal ein paar ruhige Tage in Santa Cruz. Bis für mich der Alltag wieder losgeht und die letzten Wochen in Bolivien anbrechen.

Die Umgebung genießen…

Letztes Wochenende machte ich seit langem mal wieder einen Abstecher in die wunderschöne Umgebung von Santa Cruz. Zusammen mit Rieke machte ich mich auf den Weg in das 6 Stunden – für bolivianische Verhältnisse ist das nah- entfernte Robore in der Nähe der brasilianischen Grenze. Wir wollten die letzte Zeit bis zum vollkommenen Eintreten des kalten Winters Nutzen. Unser erster Stopp war dann Aguas Calientes. Ein Dörfchen mit heißen Quellen, richtig heißen Quellen. Wir genossen den Vormittag und schwammen im Flusswasser umgeben von schöner Natur bis wir uns dann auf den Weg nach Santiago de Chiquitos machten und dort auf einen Mirador raufstiegen und aufgrund der aufziehenden Wolken nur kurz die Aussicht genießen konnten.

Nach dem Glück mit dem Wetter am ersten Tag, waren die nächsten Tage deutlich verregneter. Am darauffolgenden Tag besuchten wir nichtsdestotrotz Chochis, ein kleines Dörfchen, wo der Teufelszahn, ein riesiger roter Fels zu finden ist. Die Wolken, die tief hängend die Sicht auf den Zahn und die Umliegenden Gebirge verschleierten und ab und zu einen Blick gewährten gaben der Formation einen noch mystischeren Eindruck. Am Abend ging es dann noch nach Robore, bevor wir uns am nächsten Tag auf die Heimreise machten.

Ab ins Museum!

Vor etwa zwei Wochen konnte ich mein erstes Vorhaben mit den Mädels endlich umsetzen. Es ging ins Museum. Zusammen mit Laura, meiner Mitfreiwilligen im Hogar, holten wir 4 meiner Kunstmädels am Nachmittag im Hogar ab und fuhren in die Stadt um uns verschiedene kostenlose Galerien der Kulturzentren anzuschauen. Die Galerie, die eigentlich auf unserem Plan stand war leider entgegen der Öffnungszeiten nicht offen, weshalb wir uns ans improvisieren machten und prompt eine andere Galerie fanden. Dort hatten die Mädchen immer die Aufgabe sich ein Bild/ ein Foto/ eine Skulptur auszusuchen und diese abzuzeichnen. Was insgesamt ein echt schöner Nachmittag war und ihnen auch sehr gefallen hat.